Dr. med. dent. Wolfgang Abel

Zahnarzt

Oralchirurg

Aldenhovenstraße 10

41541 Dormagen Zons

Tel.: 02133 - 47494    Fax: 02133 - 43593   E-Mail: info@dr-abel-dormagen.de

 

Home

 

Wir über uns

 

Anfahrt

 

unsere Leistungen

 

Links

 

Prothetik

 

Die Planung des Zahnersatzes zur Sicherung langfristiger prothetischer Therapieerfolge bei der Versorgung des Lückengebisses gehört mit zu den schwierigsten Entscheidungen des Zahnarztes. Dabei ist die Einschätzung der mittelfristigen oder langfristigen Erhaltungsfähigkeit der noch vorhandenen Zähne auch nach sorgfältiger klinischer und röntgenologischer Untersuchung besonders schwierig. Nicht nur die lokalen Befunde müssen bewertet werden, es gilt auch, die durch den Zahnersatz zukünftig hervorgerufene Mehrbelastung ihrer Zähne in die vorausschauende Planung mit einzubeziehen. Dazu sind gegebenenfalls auch Vorbehandlungen des Zahnfleisches oder chronischer Kiefergelenkerkrankungen notwendig. Nicht zuletzt ist die sorgfältige Anfertigung durch qualifizierte Zahntechniker ein Garant für den Erfolg der Behandlung.
Sie erwarten langfristigen Erfolg möglichst ohne Risiko!

 

Im Folgenden wollen wir Ihnen einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten geben.

 

Zahnbegrenzte Lücken


Hier können Implantate den idealen Zahnersatz darstellen. Aber auch „konventionelle“ Versorgungen bieten gute Versorgungsmöglichkeiten. So ist der Wunsch nach einer festsitzenden Brückenversorgung verständlich, aber möglicherweise im Langzeiterfolg (10 Jahre) kritisch zu sehen. Die Tragfähigkeit der Pfeilerzähne ist z. B. bei besonders grazilen Wurzeln oder bei einer Erkrankung des Zahnbettes (Verankerungsqualität der Pfeilerzähne) eingeschränkt, so dass zu befürchten steht, dass sie der vermehrten Belastung nicht dauerhaft standhalten werden und eine komplette Neuversorgung erforderlich wird. Auch bei einer zu langen Spannweite oder stark bogenförmigem Verlauf der zahnlosen Kieferabschnitte besteht diese Gefahr und es erscheint in diesen Fällen ratsam, eine flexiblere Lösung zu wählen, die jederzeit eine Nachbesserungsmöglichkeit zulässt, ohne die Gesamtversorgung erneuern zu müssen. Hierbei können Implantate entweder Brücken überflüssig werden lassen oder aber erst ermöglichen.

Dies könnte eine kostengünstige, aus Metall gegossene, klammerverankerte Teilprothese sein, die allerdings ohne Überkronung der Klammerzähne beim Einfügen und Entfernen Ihre Zähne durch die Klammerkräfte wiederum nachteilig horizontal belasten wird. Nachteilig sicherlich auch, dass ggf. Klammeranteile sichtbar werden. Diese Nachteile sind zu vermeiden, wenn die prothesentragenden Zähne mit so genannten Doppelkronen versorgt werden.

Hierbei handelt es sich um ein System, bei welchem die Zähne wie bei einer Kronen- oder Brückenversorgung beschliffen werden und mit leicht konisch gefrästen Metallinnenkronen versorgt werden. An die abnehmbare Teilprothese werden Außenkronen angebracht, die passgenau über die Innenkronen gearbeitet werden, so dass der Halt der Prothese durch zirkuläre, nicht einseitige Haltekräfte entsteht. Diese Außenkronen können zahnfarben verblendet werden und sind somit ästhetisch nicht nachteilig.

Allerdings muss der beidseitige Zahnersatz untereinander am Oberkiefer mit einem dünnen Metallband und am Unterkiefer mit einem schmalen Bügel im Unterzungenraum verbunden werden. Beide Verbinder sind aber in der Regel nicht störend, da sie in einem weitgehend funktionslosen Bereich lokalisiert sind.

Genereller Vorteil derartiger Versorgungen ist die weitgehende Erweiterbarkeit des Zahnersatzes und die Möglichkeit zur zirkulären Zahn- und Zahnfleischhygiene.

Verkürzte Zahnreihen

Bei einer ein- oder beidseitig verkürzten Zahnreihe ist zunächst in Abhängigkeit von der Anzahl der fehlenden Zähne abzuklären, ob und wenn ja, wann eine Behandlung sinnvollerweise durchzuführen ist. Nicht jeder fehlende Zahn muss unbedingt ersetzt werden, dennoch kann aus zahnmedizinisch prophylaktischer Sicht eine Versorgungsnotwendigkeit entstehen (Kippung oder Verlängerung von Zähnen).

Von der einfachen klammerverankerten, aus Metall gegossenen Teilprothese, einem kombiniert festsitzend-abnehmbaren Zahnersatz bis hin zur festsitzenden implantatgetragenen Prothetik.

Die klammerverankerte Teilprothese als kostengünstige Lösung kann bei gezielter Mundhygiene und regelmäßigen Kontrolluntersuchungen (2x jährlich) Ihre Zahnreihe kaufunktionell über viele Jahre wieder herstellen. Neben den geschilderten Nachteilen entsteht möglicherweise bei nicht regelmäßigem Zahnarztbesuch (Unterfütterung der schleimhautbedeckenden Prothesenanteile) ein verstärkter Knochenabbau im Bereich der zahnlosen Kieferabschnitte.

Bei der Versorgung mit kombiniert festsitzend-abnehmbarem Zahnersatz wird der eigentliche Zahnersatz mit prothetischen Hilfsteilen an den Restzähnen verankert.

Die Art der Verbindung zwischen festem und abnehmbarem Zahnersatz ist wiederum weitgehend vom Gesundheitszustand Ihrer Zähne, insbesondere des Zahnhalteapparates abhängig. Bei langfristig gefährdeten Verankerungszähnen sollte eine möglichst einfach erweiterbare prothetische Versorgung (Doppelkronen) bevorzugt werden.

Bei optimalen Voraussetzungen ist auch eine Überkronung der Haltezähne mit keramisch verblendeten Kronen, in die kleine, nicht sichtbare Präzisionsgeschiebe eingearbeitet werden, möglich. Mit einer derartigen Versorgung ist eventuell ein besseres ästhetisches Ergebnis zu erreichen, allerdings sind die Reparaturfähigkeit und die Erweiterbarkeit eingeschränkt.

Bei beiden Versorgungsmöglichkeiten entstehen in Abhängigkeit von der Länge der zahnlosen Kieferabschnitte wegen der nahezu starren Verbindung zwischen dem Zahnersatz und Ihren Zähnen große Kippmomente, die möglicherweise ein Einbeziehen mehrerer Zähne in die mechanische Ankoppelung des Zahnersatzes erforderlich machen.

Eventuell ist auch eine implantatgetragene, festsitzende prothetische Versorgung möglich. Dazu ist natürlich zunächst einmal Voraussetzung, dass in den zahnlosen Kieferabschnitten genügend Knochensubstanz vorhanden ist, in die die künstlichen Zahnwurzeln eingepflanzt werden können.

Die Implantate müssen nach dem Einbringen in den Knochen in der Regel zunächst unbelastet einheilen (Oberkiefer = 4 Monate, Unterkiefer = 2 Monate). Danach werden sie in einer kleinen Operation von der bedeckenden Schleimhaut freigelegt und nach einer erneuten Abheilphase prothetisch mit Kronen oder Brücken versorgt.

Die implantatgetragene oder implantat-zahngetragene Rehabilitation der verkürzten Zahnreihe ist sicherlich die funktionell und ästhetisch beste Versorgungsvariante.

Der langfristige Erfolg der prothetischen Versorgung des Lückengebisses hängt aber nicht zuletzt auch von Ihnen ab. Eine gezielte intensive und bewusste Mundhygiene mit allen modernen Zahnpflegemöglichkeiten (elektrische Zahnbürste, Zahnzwischenraumbürste, Zahnseide) helfen, den gewünschten Langzeiterfolg zu erreichen. Regelmäßige Zahnarztbesuche bleiben erforderlich, um rechtzeitig beginnende Schäden zu erkennen und professionell zu beseitigen.